JuLis NRW: „Sylvia Löhrmann ist gescheitert“

Die Jungen Liberalen NRW reagieren bestürzt auf die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage unter NRW-Lehrern im Auftrag der Lehrer-Gewerkschaft VBE.

Diese hatte ergeben, das sich eine überwältigende Mehrheit der Lehrer vom Ministerium alleingelassen und nicht ausreichend auf die Inklusion vorbereitet fühlt. 97% der Lehrer fordern zudem eine konsequente Doppelbesetzung im Unterricht. Dazu der Landesvorsitzende der JuLis, Moritz KÖRNER:
„Der Aufschrei der Lehrer gegen Sylvia Lörhmanns Sackgassen-Politik könnte lauter nicht sein. Die Lehrer benennen genau die Kritikpunkte, welche Rot-Grün ideologisch verblendet bereits seit Jahren bewusst ignoriert. Wenn sich kaum ein Lehrer ausreichend auf die Herausforderung Inklusion vorbereitet fühlt, wenn Vereinbarungen über Klassengrößen und Barrierefreiheiten nicht eingehalten wurden, dann brauchen wir in NRW eine sofortige 180°-Wende in der Inklusion. Wir teilen die Befürchtungen und die Kritik der Lehrer und des VBE vollumfänglich. Die Landesregierung ist mit dem Slogan angetreten ‚Kein Kind zurücklassen‘. Nach der Hälfte der Legislaturperiode muss man konstatieren: Sylvia Löhrmann ist mit diesem Anspruch gescheitert.“
Am Ziel der inklusiven Regelschule wollten die JuLis nicht rütteln, so KÖRNER weiter: „Der Gedanke der Inklusion bleibt richtig. Statt gemeinsam besser zu lernen verlieren nun jedoch alle Kinder. Als erstes muss Rot-Grün sofort das schlecht getarnte Sparprogramm bei den Förderschulen beenden und die gewachsene Struktur, die gerade für Kinder mit Förderbedarf im ländlichen Raum so entscheidend ist, nicht weiter vorsätzlich austrocknen. Die Anhebung der Mindestklassengrößen muss rückgängig gemacht werden. Dazu sind sämtliche Zusagen bezüglich der Klassengröße inklusiver Klassen einzuhalten. Stattdessen wollen wir, dass Förderschulen nach Möglichkeit freiwillig fusionieren, damit auch kleinere Standorte erhalten werden können. Zudem fordern wir ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrer im Umgang mit inklusiven Klassen. Die Doppelbesetzung in inklusiven Klassen muss außerdem zum Regelfall werden. Ein Sonderpädagoge pro Schule, der als ‚Springer‘ gleich mehrere Jahrgangsstufen und Klassenzüge betreut, ist keinesfalls ausreichend. Zur Finanzierung dieser wichtigen Zukunftsaufgabe und zur Konsolidierung des Haushaltes schlagen wir vor, dass jedes Ressort mit Ausnahme der Bildung und Inneren Sicherheit jährlich 4% seines Budgets einspart.“