17.05.2020

Menschen und Tiere schützen – Resistenzen bekämpfen!

Antibiotikaresistenzen haben sich in den letzten Jahren zu einem der gravierendsten Probleme der modernen Medizin entwickelt. Die Entstehung resistenter Keime ist hierbei unumstößlich nicht nur, aber auch auf die Antibiotikagabe in der (Massen)tierhaltung zurückzuführen.

Wir fordern daher, die Antibiotikagabe auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Dafür sehen wir die Erfassung der Menge an gegebenen Antibiotika per ADD (ausgewiesene durchschnittliche Tagesdosis) statt der bisherigen Dokumentation per Gesamtmenge als unumgänglich, um statistisch vergleichbare Werte über die Antibiotikagabe in der Tierhaltung erheben zu können, so wie es bereits in Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden der Fall ist.

Weiterhin muss die Gabe von Reserveantibiotika wie Colistin oder Cephalosporine der 4. und 5. Generation auf absolute Notfälle beschränkt werden, da diese für die Behandlung am Menschen von entscheidender Bedeutung sind. Daher fordern wir die Ausgabe der Reserveantibiotika nur noch durch amtliche Tierärzte mit gleichzeitiger Anzeige beim zuständigen Umweltamt. Eine Reduktion der Reserveantibiotika auf Null lehnen wir aus tierschutzrechtlichen Gründen jedoch ab.

Schlussendlich fordern wir weiterhin eine verstärkte Investition des Landes in die Forschung an und Entwicklung von neuen Generationen der Antibiotika.

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