Junge Liberale NRW feiern Allzeit-Mitgliederrekord

Die Jungen Liberalen haben ihre Mitglieder-Bestmarke aus dem Jahr 2009 geknackt und haben nun über 3775 Mitglieder. „Es erfüllt mich mit Stolz, nach schwierigen Jahren nach dem Ausscheiden der Freien Demokraten aus dem Bundestag nun einen Mitgliederrekord feiern zu dürfen. Es zeigt auch, dass sich junge Menschen viel stärker für Politik und ihre Zukunft interessieren als oftmals dargestellt wird“, sagt Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW.
„Aktuell erleben wir in ganz NRW eine enorme Euphorie-Welle. Viele neue Mitglieder sind begeistert von den Ideen der FDP im aktuellen Bundestagswahlkampf und möchten aktiv am Wahlkampf mitwirken. Das ist auch ein fantastisches Zeichen für den kommenden Landtagswahlkampf 2022. Die FDP kann und wird bei beiden Wahlen zweitstärkste Kraft bei Jung- und Erstwählern werden“, führt der Spitzenkandidat der Jungen Liberalen NRW zur Landtagswahl aus. „Für mich als Landesvorsitzender ist der Mitgliederrekord zugleich auch eine Verantwortung im Wahlkampf. Als Stimme der jungen Generation möchten wir viele JuLi-Themen, wie die Modernisierung der Bildungslandschaft, die Senkung der Grunderwerbssteuer oder die Etablierung von Cannabis-Modellkommunen im Wahlkampf platzieren und im kommenden Landtag umsetzen“.
Die Jungen Liberalen NRW begreifen sich als nahbare Mitmach-Jugendorganisation: „Kürzlich sind wir in Düsseldorf wieder zu einer Präsenz-Veranstaltung zusammengekommen, um Ideen für die Landtagswahl in einzelnen Arbeitsgruppen zu erarbeiten. Jedes neue Mitglied bringt frische Ideen mit und stärkt das Fundament unserer politische Arbeit. Bei uns helfen Mitglieder nicht nur im Wahlkampf mit, sondern können und sollen sich aktiv einbringen, um mit uns Ideen für die Politik der Zukunft zu gestalten. Unser Anspruch als Junge Liberale ist es, „Stachel im Fleisch“ der Freien Demokraten zu sein und das Regierungshandeln konstruktiv-kritisch zu begleiten. Dazu ist es unerlässlich, mit innovativen Vorschlägen auf Veränderung hinzuwirken“, so Steffen.

„E-Sport nicht als Sport anzuerkennen, widerstrebt dem Zeitgeist“

Die Jungen Liberalen NRW haben gemeinsam mit den Bundestagskandidaten der FDP in Duisburg am Abend des 08.07. eine Aktion zur Anerkennung von E-Sport organisiert und mithilfe eines riesigen Beamers „Fifa“ an einer Hauswand in der Altstadt von Duisburg gespielt. „Für viele Menschen mag E-Sport selten so plakativ und offensichtlich wirken, wie durch die Beleuchtung an eine Hauswand. Doch dieser Eindruck täuscht: Längst ist der E-Sport in der Mitte der Gesellschaft angekommen und erfreut sich international einem enormen Marktpotential und großer Beliebtheit“, führt Tim Schütz (24), stellvertretender Landesvorsitzender der JuLis NRW, aus.

„Daher fordern wir Junge Liberale bereits seit Jahren, dass E-Sport durch den DOSB als reguläre Sportart anerkannt – und entsprechend gefördert wird, um auch hier in NRW die enormen Potentiale einer stetig wachsenden Branche nutzen zu können und dem Engagement vieler Menschen für den E-Sport gerecht werden zu können. E-Sport nicht als Sport anzuerkennen, widerstrebt schlicht dem Zeitgeist“, so Schütz.

Auch die beiden FDP-Bundestagskandidaten der FDP in Duisburg beteiligten sich an der Aktion und setzen sich für die Förderung von E-Sport ein. Die Vorbehalte gegenüber E-Sport kritisiert Markus Giesler (30), Kandidat im Wahlkreis Duisburg 2 für die Bundestagswahl: „Ich finde es vollkommen falsch, dass Unbeteiligte den Mythos des bloßen Zockens aufrechterhalten möchten und so einen riesigen Trend diskreditieren. Studien legen nah, dass bei hochklassigem E-Sport ähnliche Anstrengungen notwendig sind, wie in hochklassigen Schach-Partien. Zudem kann E-Sport gerade auch im Alter enorm zur kognitiven Entwicklung beitragen. Ein Aspekt, der gerade in Bezug auf die Corona-Pandemie nicht unterschätzt werden sollte. Erfolgreiche E-Sportler müssen sich außerdem körperlich fit halten und gesund ernähren, um langfristig erfolgreich zu sein-E-Sport schult das soziale Miteinander und besonders junge Sportler lernen so wichtige soziale Fähigkeiten, ähnlich wie auch
im rein physischen Sport.“

Charline Kappes (26), Bundestagskandidatin im Wahlkreis Duisburg 1, ergänzt: „Im Vorfeld der Olympischen Spiele wird es riesige E-Sport-Events geben. Ich bin mir
sehr sicher, dass wir solche Events in naher Zukunft auch bei regulären Olympischen Spielen erleben werden. Alleine die Tatsache, dass nahezu jeder
hochklassige Fußball-Verein eine eigene E-Sport-Abteilung eröffnet zeigt, wie groß das Potential ist. Nun kommt es aber entscheidend darauf an, dass der ESport national auch so gefördert wird, dass Deutschland diesen Trend nicht verschläft und international den Anschluss verliert. Gerade der gesamte Breitensektor hat bereits heute deutlich weniger Chancen, mit den „Big Playern“ mitzuhalten.

Kreative Anreize und mehr Impfbusse statt Strafen

Die Jungen Liberalen NRW sehen in einer konsequenten und schnellen Verimpfung des zur Verfügung stehenden Impfstoffs die größte Chance zur langfristigen Rückdrängung der Corona-Pandemie: „Um ca. 85% der Bevölkerung zu impfen benötigen wir jedoch zeitnah Anreize, um unentschlossene Bürgerinnen und Bürger überzeugen zu können“, erklärt Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der JuLis NRW. „Leider sorgt auch die aufkommende Delta-Variante auf der einen Seite für eine Verunsicherung der Bevölkerung, z.B. in Bezug auf die Wirksamkeit von Astra Zeneca, während andere Menschen aufgrund der aktuell sehr niedrigen Inzidenzzahlen glauben, auf eine Zweitimpfung verzichten zu können. Hier benötigt es kleine psychologische Anreize und keine Strafen für „Impf-Schwänzer“, wie sie u.a. Karl Lauterbach fordert“, so Steffen.
Konkret fordern die JuLis Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu kreativen Anreizen auf: „Unter allen doppelt geimpften Personen in NRW könnten z.B. 100.000 Euro verlost werden. Auch kann es vor Ort möglich sein, z.B. Kooperation zwischen Kommunen und lokalen Sportvereinen durchzuführen, sodass z.B. Dauerkarten von Fußballvereinen verlost werden können. In der jetzigen Phase der Pandemie muss Kreativität Anreize setzen“, führt Steffen aus.

Auch setzen die Jungen Liberalen auf den verstärkten Einsatz von Impfbussen und anderen kreativen Maßnahmen, um zu verhindern, dass Impfstoff vernichtet werden muss: „Die Investition in flächendeckende Impfbusse, die wie in einer „Happy Hour“ den am Abend übrig gebliebenen Impfstoff versucht an Personen zu verimpfen, kann sehr sinnvoll sein“, sagt Steffen. „Mein Vorbild für kreative Impfungen ist hier Israel. Dort wurde es geschafft, kaum Impfstoff verfallen zu lassen, weil u.a. in Bars und Clubs Impfungen durchgeführt worden sind. Hier könnte NRW vorangehen und die deutschlandweit beste Impfquote erreichen“.

„Universitäten benötigen mehr Beinfreiheit bei der aktuellen Infektionslage“

Die Jungen Liberalen NRW und die Liberale Hochschulgruppen NRW fordern die Aufhebung der landesweiten Schutzmaßnahmen für Hochschulen in Hinblick auf die Vorschriften zur Einschränkung von Präsenzlehre: „Nach wie vor gibt es zahlreiche Studierende, die noch keinen persönlichen Kontakt mit der Hochschule und den Kommilitoninnen und Kommilitonen hatten. Dieser Zustand konnte über lange Zeit begründet werden, doch bei der Entwicklung der aktuellen Infektionslage benötigt es jetzt ein schnelles Umdenken von Seiten der Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen“, fordert Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW.
Bereits im März hatten die JuLis NRW in ihrem 10-Punkte-Plan (die Welt berichtete)1 eine flächendeckende Ausstattung der Hörsäle mit Luftfiltern gefordert: „In den letzten Wochen und Monaten wurde zu Recht sehr viel über Präsenzunterricht in Schulen gesprochen. An Hochschulen hätte es hier mehr Weitblick von Ministerin Pfeiffer-Poensgen gebraucht, damit in einer sich veränderten Pandemielage schnell auf Präsenzunterricht unter strengen Hygienekonzepten umgestellt werden kann“, so Steffen.
Auch Alexander Kobuss (23), Landesvorsitzender der Liberalen Hochschulgruppen NRW, schließt sich der Forderung an: „Für uns Liberale nimmt die Hochschulfreiheit eine große Rolle ein. Während der Hochphase der Pandemie war es legitim, mit landesweiten Maßnahmen für Hochschulen zu agieren. Nun ist es jedoch sinnvoll, den Universitäten mehr Beinfreiheit zu gewähren und es ihnen freizustellen, mit strengen Hygienekonzepten in ihrem Zeitrahmen auf Lehre vor Ort umzustellen. Wir vertrauen hier auf das Know-how und das Verantwortungsgefühl der Hochschulen. Öffnungsschritte sollen hier vor Ort individuell festgelegt werden.“

Der Fokus soll auf lokalen Hygienekonzepte liegen: „Natürlich wären Bilder von einem vollen Audimax zum jetzigen Zeitpunkt nicht verantwortungsvoll. Hybride Vorlesungen und eine strenge Teststrategie können jedoch eine verantwortungsvolle Rückkehr in die Normalität gewährleisten“, so Kobuss.

Junge Liberale NRW erzielen Erfolge bei der Listenaufstellung zur Landtagswahl 2022

Am Sonntag, den 13.06., konnten die Jungen Liberalen NRW in der Spitze und in der Breite Erfolge erzielen. So konnte der JuLi-Spitzenkandidat und Landesvorsitzende, Alexander Steffen (28), mit Platz 16 der Reserveliste auf einem aussichtsreichen Platz bestätigt werden. In seiner Rede betonte Steffen gerade die liberalen Grundsätze, die von über 3500 Mitgliedern in ganz NRW eingefordert und gelebt werden: „Egal ob links, links-grün, rechts oder konservativ – alle politischen Kräfte spielen mit kollektivistischen Ansätzen. Nur wir, die Liberalen, machen uns davon frei, weil wir an das Individuum glauben“. Als Beispiel für eine politische Weiterentwicklung nannte Steffen neben einer konsequenteren Digitalisierungs-Offensive in der Bildung eine stärkere Individualisierung: „Gerade weil jeder Schüler anders ist, ist es doch absurd, eine Schulform für alle haben zu wollen. Wer Individuen stärken möchte, der muss die Schulvielfalt verteidigen!“, appellierte Steffen.
Auch der zweite Spitzenkandidat der JuLis NRW, Maximilian Kemler (31), konnte erfolgreich auf Listenplatz 30 positioniert werden. In seiner Rede betonte Kemler im Fokus die soziale Bedeutung einer geglückten Wohnungspolitik: „Nur wenn wir es schaffen, durch Bürokratieabbau und konsequentes Schaffen von mehr Wohnraum ein größeres Angebot auf dem Wohnungsmarkt zu erzeugen, können wir Familien beim Sektor Wohnen entlasten“.

Gerade in der Breite konnten die Jungen Liberalen ein sehr überzeugendes Bild abliefern. So lassen sich auf der Reserveliste insgesamt knapp 25 Junge Liberale finden. „Es ist ein elementar wichtiges Zeichen, dass wir nicht nur in der Spitze gut vertreten sind, um unsere Ideen in die Parlamente zu tragen, sondern das dies auf einer breiten Basis fußt. Die Freien Demokraten haben ihre stärkste Wählergruppe bei jungen Menschen. Daher ist es nur logisch, dies mit jungen Kandidatinnen und Kandidaten zu untermauern“, so Steffen. Das Ziel der Jungen Liberalen in Hinblick auf 2022 scheint klar: „Wir möchten mindestens die Nummer 2 bei jungen Menschen werden, beide Spitzenkandidaten ins Parlament bringen und die FDP mit einem Ergebnis ausstatten, welches sie unverzichtbar für eine Regierungsbeteiligung macht“, kündigt Steffen an.

Universitäten benötigen mehr Beinfreiheit bei der aktuellen Infektionslage

Die Jungen Liberalen NRW und die Liberale Hochschulgruppen NRW fordern die Aufhebung der landesweiten Schutzmaßnahmen für Hochschulen in Hinblick auf die Vorschriften zur Einschränkung von Präsenzlehre: „Nach wie vor gibt es zahlreiche Studierende, die noch keinen persönlichen Kontakt mit der Hochschule und den Kommilitoninnen und Kommilitonen hatten. Dieser Zustand konnte über lange Zeit begründet werden, doch bei der Entwicklung der aktuellen Infektionslage benötigt es jetzt ein schnelles Umdenken von Seiten der Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen“, fordert Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW.
Bereits im März hatten die JuLis NRW in ihrem 10-Punkte-Plan (die Welt berichtete)1 eine flächendeckende Ausstattung der Hörsäle mit Luftfiltern gefordert: „In den letzten Wochen und Monaten wurde zu Recht sehr viel über Präsenzunterricht in Schulen gesprochen. An Hochschulen hätte es hier mehr Weitblick von Ministerin Pfeiffer-Poensgen gebraucht, damit in einer sich veränderten Pandemielage schnell auf Präsenzunterricht unter strengen Hygienekonzepten umgestellt werden kann“, so Steffen.
Auch Alexander Kobuss (23), Landesvorsitzender der Liberalen Hochschulgruppen NRW, schließt sich der Forderung an: „Für uns Liberale nimmt die Hochschulfreiheit eine große Rolle ein. Während der Hochphase der Pandemie war es legitim, mit landesweiten Maßnahmen für Hochschulen zu agieren. Nun ist es jedoch sinnvoll, den Universitäten mehr Beinfreiheit zu gewähren und es ihnen freizustellen, mit strengen Hygienekonzepten in ihrem Zeitrahmen auf Lehre vor Ort umzustellen. Wir vertrauen hier auf das Know-how und das Verantwortungsgefühl der Hochschulen. Öffnungsschritte sollen hier vor Ort individuell festgelegt werden.“

Der Fokus soll auf lokalen Hygienekonzepte liegen: „Natürlich wären Bilder von einem vollen Audimax zum jetzigen Zeitpunkt nicht verantwortungsvoll. Hybride Vorlesungen und eine strenge Teststrategie können jedoch eine verantwortungsvolle Rückkehr in die Normalität gewährleisten“, so Kobuss.

JuLis kritisieren geplante Einbindung von DITIB für den Islamunterricht

Die Jungen Liberalen NRW kritisieren die Entscheidung der Landesregierung, die umstrittene und türkisch-staatsnahe DITIB-Organisation in eine Kommission zur Gestaltung des Islamunterrichts in Nordrhein-Westfalen einzubinden: „Zunächst einmal befürworten wir es, dass es auch in NRW möglich ist, Elemente des islamischen Glaubens in der Schule lernen zu können. Fraglos ist es zudem sinnvoll, fachkundige Verbände einzubinden. DITIB ist hingegen wiederholt durch eine enorme Nähe zur türkischen Regierung aufgefallen, die beispielsweise im aktuellen Israel-Konflikt offensiv an der Seite der Palästinenser steht. Diese Haltung sowie das grundsätzliche Gebahren des diktatorischen Regimes in der Türkei sind mit liberalen Grundwerten nicht zu vereinbaren. Nähe zu Verbänden, die unsere liberalen Werte nicht teilen, widerspricht aber der ursprünglichen Idee des islamischen Religionsunterrichts in NRW. Daher fordern wir die Landesregierung auf, auch weiterhin klare Kante gegen DITIB zu zeigen“, appelliert Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW.
Perspektivisch kämpfen die JuLis für eine Umgestaltung des Religionsunterrichts in NRW: „Im Sinne der Toleranz, Akzeptanz und Verständigung verschiedener Religionen und Kulturen ist es auch im Geiste eines säkularen Staats sinnvoller, das Erlernen von Kernelementen aller Religionen unter einen Hut zu bringen. Hier müssen ebenso die Elemente Ethik und Philosophie berücksichtigt werden, um dem Anspruch an Allgemeinbildung gerecht werden zu können“, fordert Steffen die Umstrukturierung hin zu einem Schulfach „Religion-Ethik-Philosophie“.

Junge Liberale NRW stehen solidarisch an der Seite Israels

Die Jungen Liberalen NRW verurteilen die Gewalttaten der Terrororganisation Hamas auf Israel: „Die erneuten Ausbrüche von Gewalt im Nahen Osten beobachten wir mit großer Sorge. Wir stehen als Junge Liberale solidarisch an der Seite des Staates Israel und verurteilen die Gewalttaten und Dämonisierungen. Die Bilder von Jüdinnen und Juden, die um Angehörige trauern und in stetiger Angst um ihr Leben bangen müssen, sind nicht zu akzeptieren und machen mich auch persönlich sehr betroffen.“, erklärt Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW.
„Die Bundesregierung muss jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden und sich an diplomatischen Gesprächen zur Befriedung der Situation im Nahen Osten beteiligen. Gerade in Deutschland besteht eine historisch gewachsene besondere Verantwortung Israel gegenüber. Für uns steht jetzt umso stärker fest, dass die Terrororganisation Hamas von jeglicher Form internationaler Hilfe abgeschottet werden muss“, so Steffen.
Die Jungen Liberalen begrüßen den verstärkten Einsatz gegen Antisemitismus auch in Deutschland und NRW: „Es ist richtig und wichtig, dass die Landesregierung unter anderem mit der Antisemitismus-Beauftragten des Landes NRW, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, regelmäßig Aufklärungsveranstaltungen, Schulungen und weitere Maßnahmen ergreift, um Antisemitismus zu verdrängen. Es ist unsere Verantwortung, hier eine Null-Toleranz-Politik zu fahren und mit aller Entschlossenheit für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft zu kämpfen“, betont Steffen.

In diesem Zusammenhang reagieren die Jungen Liberalen NRW mit Bestürzung auf die gewalttätigen Übergriffe auf Synagogen in Bonn und Münster. „Das viele Jüdinnen und Juden Angst haben müssen, ihre Religion offen zu leben, antisemitistische Narrative Raum gewinnen und Synagogen angegriffen werden, ist nicht hinzunehmen“, betont die Kreisvorsitzende der JuLis Bonn, Felicety Steglich (22). „Wenn in Münster Israel-Flaggen auf offener Straße verbrannt werden und unsere Synagoge und die freie Glaubensausübung stark gefährdet sind, ist das beschämend. Es zeigt, dass Engagement weiter verstärkt werden muss, um Antisemitismus in Deutschland zu verdrängen“, ergänzt Luca Burg (23), Kreisvorsitzender der JuLis Münster.

„Post Corona“ Junge Union NRW und Junge Liberale NRW mit Forderungen an die Landesregierung

Hier geht´s zum Papier!

Am kommenden Samstag (08.05.) tagen die Jugendorganisationen von Junger Union NRW und den Jungen Liberalen NRW erstmalig im Rahmen einer gemeinsamen Landesvorstandssitzung. Zu Gast sind mit Ministerpräsident Armin Laschet und dem stv. Ministerpräsidenten Joachim Stamp auch die Spitzen der nordrhein-westfälischen Landesregierung. „Nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit der NRW-Koalition zwischen CDU und FDP wollen wir Bilanz ziehen, aber auch nach vorne schauen: Mit einem gemeinsamen Positionspapier „Post Corona. Junge Politik für Nordrhein-Westfalen“ wollen wir ein starkes inhaltliches Zeichen für die verbleibenden zwölf Monate, aber vor allem für die kommenden fünf Jahre schwarz-gelber Koalition in Düsseldorf setzen“, blickt Johannes Winkel (29), Landesvorsitzender der Jungen Union auf den Austausch. „Schwarz-Gelb hat es geschafft, die rot-grüne Rückschritts-Regierung abzulösen und Impulse für unser Land zu setzen. Nun gilt es gemeinsam wichtige Forderungen aufzuzeigen, damit neue Impulse für NRW entstehen können“, ergänzt Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der JuLis NRW. „Die Düsseldorfer Koalition würde auch in Berlin eine dringend erforderliche Dynamik in die Bundespolitik bringen.“

Inhaltlich wollen die jungen Christ- und Freidemokraten ein Papier diskutieren, dass sich mit den Themen Bildungspolitik, Klimaschutz, Wirtschaftspolitik, der Förderung junger Familien und generationengerechter Finanzpolitik, sowie der Digitalisierung und der Mobilität befasst.

„Schwarz-Gelb hat in NRW aufgezeigt, dass erfolgreiche Klimapolitik nur mit einer gleichzeitig starken Wirtschaftspolitik zukunftsfähig ist“, erklärt Steffen. „NRW muss Forschungsstandort Nummer Eins werden und z.B. bei Fusionstechnologie oder erneuerbaren Energien Erfolge erzielen“, ergänzt Winkel. Die JU und die JuLis begrüßen die wirtschaftliche Entfesselung in NRW.  „Hier muss auch in Zukunft Bürokratieabbau betrieben werden. Für jede neue Verordnung muss mindestens eine andere weichen“, sagt der JuLi-Landesvorsitzende. Beide Organisationen sehen politische Maßnahmen als notwendig an, um NRW noch attraktiver für junge Familien werden zu lassen: „Ich würde mich freuen, wenn das Thema der Generationengerechtigkeit in Berlin nicht nur alle Jubeljahre nach Klima-Urteilen aus Karlsruhe, sondern tagtäglich beim Thema der Staatsausgaben Beachtung fände. Die Schuldenbremse ist für uns nicht verhandelbar“, erklärt der JU-Landesvorsitzende. „Darüber hinaus muss es Bewegung bei der Grunderwerbssteuer geben. Für die erste selbstgenutzte Immobilie muss diese abgeschafft werden. Auch müssten Verbeamtungen restriktiver vorgenommen werden“, appelliert Steffen. Auch im Bereich Digitalisierung wollen Jungen Union und die junge Liberale vorangehen: „Ich wünsche mir ein NRW, dass bei Innovationen wie z.B. Flugtaxis, digitalen Bildungsinnovationen und konsequentem E-Government Vorreiter wird“, sagt Steffen. Winkel ergänzt: „Das Digitalisierungsministerium in Düsseldorf kann die Blaupause für die Bundespolitik sein.“

Insgesamt blicken beide Organisationen optimistisch auf das Treffen: „Wir freuen uns, dass sich Armin Laschet und Joachim Stamp ausführlich mit unseren Forderungen auseinandersetzen. Diese wären wichtige Schritte für ein weiteres Update der Landespolitik“, so Winkel. „Als Jugendorganisationen verstehen wir uns beide als Innovationsmotoren unserer Parteien. Dieser Rolle wollen wir Samstag besonders konstruktiv gerecht werden“, ergänzt Steffen.

„Happy Hour“ für Astrazeneca

Die Jungen Liberalen NRW fordern Maßnahmen zu einer Vollverimpfung des Astrazeneca-Impfstoffs in Nordrhein-Westfalen: „Nachdem es rund um die Verimpfung von Astrazeneca zahlreiche Verunsicherungen der Bevölkerung durch schwankende Empfehlungen gegeben hat, muss es nun Maßnahmen geben, die verhindern, dass eine Dosis Impfstoff ungenutzt bleibt“, fordert Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW.
Deswegen fordern die JuLis NRW Maßnahmen, um Impfdosen, die von Personen über 65 nicht abgerufen werden, kurzfristig an freiwillige jüngere Personen verimpft werden: „Jede Dosis Impfstoff, die nicht abgerufen und im schlimmsten Fall vernichtet wird, ist in der jetzigen Lage inakzeptabel. Wenn ältere Personen Astrazeneca nicht nutzen möchten, muss es jüngeren Menschen möglich sein, eine Impfung aus den Restbeständen bekommen zu können“, sagt Steffen. „Auch wenn die Fälle von Impfdosen, die tatsächlich vernichtet werden müssen gering sein mögen, macht es sich Karl-Josef-Laumann mit dem sturen Festhalten der Impfreihenfolge hier zu einfach. In einem ersten Schritt könnte eine „Happy Hour“ in Impfzentren angeordnet werden, indem am späten Nachmittag digital die Restposten bekanntgegeben werden. Die Impfdosen können dann fernab einer Priorisierung an alle volljährigen Menschen verimpft werden, die sich zur abendlichen Happy Hour angemeldet haben.“, fordert Steffen.

Sollte sich diese kreative Maßnahme nicht durchsetzen, halten die Jungen Liberalen NRW eine komplette Öffnung der Impfpriorisierung bei Astrazeneca für möglich: „In Sachsen und Bayern kann sich jede und jeder mit Astrazeneca impfen lassen. Natürlich ist es wichtig, dass gerade die ältere Zielgruppe zunächst geimpft wird, dennoch muss um jeden Preis verhindert werden, dass Impfstoffe ungenutzt verkommen. Hier sollten Arztpraxen ebenfalls nicht mit bürokratischen Richtlinien konfrontiert werden, sondern im Zweifel auch Astrazeneca für jüngere Menschen verimpfen dürfen“, fasst Steffen zusammen.