Junge Liberale NRW: Neue Konzepte für individuellen Bildungsweg entwickeln

In der Leitentscheidung der NRW-Koalition aus CDU und FDP zur Frage nach G8 oder G9 sieht Jens Teutrine, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) Nordrhein-Westfalen, eine „sachorientierte Lösung.“ Damit werde die Schulpolitik in NRW nach dem „Chaos, das 2017 von der ehemaligen grünen Schulministerin Löhrmann übergeben wurde,“ befriedet. Für „völlig richtig“ hält Teutrine es auch nach wie vor, den Schulen vor Ort die Entscheidung darüber zu überlassen.

Dadurch jedoch, dass sich nur drei Gymnasien in NRW dazu entschieden haben, G8 fortzuführen, bestehe „die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler eben nicht durch ihre Schulwahl die Entscheidungsfreiheit über die Dauer ihres Bildungsweges“ hätten, so Teutrine.

Aktuell habe eine „ordentliche Umsetzung“ Priorität. Um den individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, setzt der Bielefelder Student der Philosophie allerdings mittelfristig auf „neue Konzepte, die umfangreicher die individuellen Stärken und Schwächen sowie das Lerntempo eines jeden Einzelnen in den Blick nehmen.“

Als mögliches Beispiel regt Teutrine etwa an, die Oberstufe analog zum universitären System in Modulen zu gestalten, sodass alle Schülerinnen und Schüler an Gymnasien individuell entscheiden könnten, wie lange sie zur Ableistung der notwendigen Module benötigten.