„Landesregierung nimmt Jugendkultur ins Visier“

Die Jungen Liberalen NRW sind empört über die restriktiven Lärmschutzpläne von Umweltminister Remmel (Grüne). Dieser schlägt vor, für Veranstaltungen in Ortskernen oder ortsnahen Lagen künftig eine strikte Obergrenze von 65 Dezibel einzuführen.

Damit nehme, so der Landesvorsitzende der JuLis, Moritz KÖRNER, die Landesregierung insbesondere die Jugendkultur als Ganzes, aber auch viele traditionelle Veranstaltungen ins Visier.

KÖRNER weiter: „Remmels Pläne sind an Absurdität nicht zu überbieten! 65 Dezibel werden schon bei einem lauteren Tischgespräch oder etwa in Kantinen erreicht. Welches Schützenfest, welche Kirmes, welcher Karnevalsumzug und welcher Jugendclub soll diesen Wert einhalten können?“

Insbesondere die Aufforderung von Remmels Ministerium an die Kommunen, künftig verstärkt Lärmschutzgutachten von Veranstaltern einzufordern, stößt bei den JuLis auf Unverständnis: „Die wenigsten Vereine oder Jugendzentren können solche Gutachten, die bis zu 3000 Euro kosten, bezahlen. Den Kommunen wird mit der starren Obergrenze jeglicher Entscheidungsspielraum genommen, gleichzeitig provoziert Remmel einen weiteren Anstieg von Anwohnerklagen.“

Die Jungen Liberalen setzten sich, so KÖRNER abschließend, für den Erhalt von Freiräumen in NRW, gerade für Jugendliche, ein: „Das Lebensgefühl Feiheit in NRW muss, bei allem Verständnis für die Bedürfnisse der Anwohner, dringend bewahrt bleiben. Gerade für den ländlichen Raum wären Remmels Pläne eine Katastrophe. Minister Remmel beweist mit seinen Vorschlägen, dass er jeden Kontakt zur Bevölkerung verloren hat.“